Das Handwerk feilt an seiner Zukunft!
Kammerpräsidentin Lena Strothmann sieht neue Chancen für Betriebe und Verbraucher
Gütersloh. Angesichts der sich weltweit verschärfenden Energiekrise hat Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Handwerk und Verbraucher aufgefordert, ihre Chancen zu nutzen und auf Energieeffizienz zu setzen. Auf dem 6. Energiespartag bei der Tischlerei Mesken sprach sich die CDU-Bundestagsabgeordnete angesichts der Konflikte in den Erdölländern der arabischen Welt sowie der akuten atomaren Gefahren in den japanischen Kernkraftwerken dafür aus, alle Möglichkeiten zum Energiesparen zu nutzen.
Wir müssen das Thema Energie neu definieren, sagte Strothmann zur Eröffnung des Energietages am Sonntag, bei dem etwa 20 Aussteller ihre Dienstleistungen und Produkte vorstellten. Das Handwerk sei mit seinen flexiblen Lösungen hier Vorbild und Vorreiter. Sie sind einer der größten Arbeitgeber der Republik, betonte Strothmann die Bedeutung der Wirtschaftsmacht von nebenan.
Das stellten die ausstellenden Gewerke und Dienstleister am Energiespartag erneut unter Beweis. Sie haben hier ein hervorragendes Netzwerk geschaffen, lobte Strothmann die Organisatoren. Von Angeboten bei Neubau, Renovierung und Modernisierung bis hin zur Finanzierung fanden die Besucher der Messe alle relevanten Ansprechpartner unter einem Dach.
Die Förderung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik sieht Lena Strothmann als Chance für das Handwerk, um auf diesem Sektor weiter zu wachsen. Deutlich wurde bei der Messe auch, dass zum Energie effizienten Bauen und Renovieren viele Komponenten zusammen kommen. Zu Dämmung, moderne Heizungstechnik vom mitdenkenden Gasbrenner über Wärmepumpen bis zu Erdwärme, Solarthermie, isolierenden Baumaterialien oder auch der Schutz und die Bekämpfung von Schimmelbefall in Altbauten zeigten die Fachleute entsprechende Möglichkeiten auf. Volksbank und Sparkasse waren mit ihren Fachleuten vertreten, um den Messebesuchern gleich vor Ort spezielle Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme aufzuzeigen. Auch Mitarbeiter der Stadtwerke, des Gütersloher Klimatisches und die freien Energieberater des Kreises Gütersloh und der Stadt waren gefragte Ansprechpartner.
Natürlich spielten auch Türen und Fenster wieder eine besondere Rolle in der Ausstellung, die die Organisatoren Annette und Hermann Mesken noch einmal um einen großen Bereich erweitert hatten. Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade, legte in seinem Vortrag den zahlreichen Zuhörern den Einsatz von Wärmebildkameras durch die Profis vom Handwerk ans Herz, um Energie fressende Schwachstellen im Haus aufzuspüren. Eine effektive Idee ist der Klimagriff. Der intelligente Fenstergriff mit Mini-Prozessor zeichnet Daten zu Raumklima und Lüftungsverhalten auf und erinnert den Hausbewohner daran, regelmäßig frische Luft ins Haus zu lassen, um Schimmelbildung zu verhindern.
Der Energiespartag hat viele neue Impulse gebracht, zog Hermann Mesken ein sehr zufriedenes Fazit. Das qualifizierte Publikum habe viele konkrete Fragen gestellt, die die Experten vor Ort entsprechend kompetent beantworteten.
Die Energiesparprofis bedanken sich für Ihr Interesse.